Zum Tod von Prof. Klaus Vetter

Prof. Klaus Vetter (geb. am 21. April 1934) war einer der engagiertesten Chorleiter Hamburgs. Neben seiner Tätigkeit als A-Kirchenmusiker an der Osterkirche in Hamburg-Bramfeld hatte er eine Professur für Chorleitung und die Leitung des Hochschulchores der damaligen Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg inne. Er war Gründungsdirigent des Vokalensembles Hamburg und des Motettenchores Hamburg, der aus der Bramfelder Kantorei hervorging. Eine Vielzahl an Reisen mit seinen Chören führte ihn quer durch Deutschland und Europa bis nach Südamerika. CD-Einspielungen dokumentieren sein Wirken. Besonders geschätzt wurde von vielen Chormitgliedern die Tiefe seiner theologischen Deutungen kirchenmusikalischer Werke.

Ein großes Verdienst fällt Prof. Vetter durch die Entdeckung des Woyrsch-Nachlasses zu, die die Woyrsch-Renaissance der letzten Jahrzehnte einläutete. Mit der Aufführung des Oratoriums Da Jesus auf Erden ging op. 61 am 13. Dezember 1989 in der Hamburger Musikhalle mit den Hamburger Symphonikern, Evelyn Herlitzius (Sopran), Wolf-Michael Harder (Tenor), Erwin Spaett (Bariton), der Bramfelder Kantorei, dem Chor der Musikhochschule und Schülern des Christianeums Hamburg holte Prof. Vetter Woyrsch nach Jahrzehnten des Vergessens aus der Versenkung und setzte ihn als Komponist ins Licht der Öffentlichkeit.

Am 17. Mai 2017 verstarb Prof. Klaus Vetter. Die Pfohl-Woyrsch-Gesellschaft e.V. wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.